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Weisheitszahn OP – Vollnarkose ja oder nein?

Weisheitszahn OP minimiert gesundheitliche Gefahren

Weisheitszähne können abhängig von der individuellen Befundlage des Patienten spezifische gesundheitliche Risiken auslösen. Insbesondere wenn die Zähne teilweise oder komplett in den Kieferknochen eingelagert bleiben bzw. von diesem permanent zurückgehalten werden, ist dies oft mit negativen Konsequenzen für die Gesundheit verknüpft. Neben Infektionen und Abszessen können sich aufgrund dessen Zysten und sogar im späteren Verlauf Tumore im Kieferbereich bilden. Ebenso können Weisheitszähne, die sich nicht korrekt in die vorhandene Zahnreihen einfügen, die benachbarten Zähne sowie das Umgebungsgewebe dauerhaft schädigen und sogar zerstören.

Deshalb löst eine spezielle Befundlage die Notwendigkeit für eine operative Weisheitszahnentfernung aus. Der jeweilige Eingriff kann in einer stationären Praxis unter ambulanter Betäubung oder Vollnarkose ausgeführt werden. Das Verfahren birgt zusätzlich zu den allgemeinen Risiken operativer Eingriffe typische Operationsrisiken, die im Vorfeld der Zahnentfernung zu berücksichtigen sind. Eine Weisheitszahn OP mit Vollnarkose sollte primär stattfinden, wenn die Weisheitszahn Entfernung Komplikationen vermuten lässt.

Ablauf des Eingriffs

In der Regel wird der Eingriff in Form einer ambulanten Behandlung realisiert. Eine stationäre Behandlung ist lediglich bei schwerwiegenden Allgemeinerkrankungen oder zu erwartenden Komplikationen erforderlich. Blutungsneigungen und Störungen des Immunsystems wirken risikotreibend im Rahmen des Verfahrens.

weisheitszahn op vollnarkoseDie Entfernung der Weisheitszähne kann unterteilt in verschiedene Sitzungen oder allumfassend umgesetzt werden. Im Normalfall erfolgt die Zahnentfernung je Kieferhälfte. Entsprechend werden pro Eingriff 2 Zähne entnommen.

Eine Weisheitszahn OP mit Vollnarkose empfehlen Zahnmediziner, sofern die betreffende operative Entfernung mit einem verhältnismäßig hohen Schwierigkeitsgrad einhergeht. Zusätzlich ist eine Weisheitszahn OP mit Vollnarkose sinnvoll, wenn ergänzend zu dem Eingriff weiterführende Behandlungsmaßnahmen kombiniert werden müssen. Angstlösende Medikamente können alternativ zu einer ambulanten Betäubung verabreicht werden. Daher gilt diese Methode als effektive Alternative zu einer Weisheitszahn OP mit Vollnarkose. Eine Narkosebehandlung wird ebenso empfohlen, wenn der Patient ausgeprägte Ängste vor dem Eingriff verspürt. Wünscht der Patient explizit eine Weisheitszahn OP mit Vollnarkose, ist diese Bitte unter Berücksichtigung des jeweiligen Gesundheitszustandes als sinnvoll einzustufen.

Die Prämisse einer Weisheitszahnentfernung liegt auf der vollständigen Beseitigung des Zahnes. Demnach streben die ausführenden Mediziner prinzipiell die Entnahme aller Anteile der einzelnen Weisheitszähne an. In Ausnahmefällen werden allerdings kleine Zahnanteile im Kiefer belassen. Derartige Fälle greifen, wenn die komplette Entfernung Nervläsionen oder großflächige Knochendefekte hervorrufen würde. Eine Nervläsion ist mit einer dauerhaften Schädigung der Zahnnerven gleichzusetzen.

Typische Risiken bei Weisheitszahnentfernung

Ein derartiger Eingriff ist neben allgemeinen operativen Gefahren mit zahnmedizinischen Risiken verknüpft. Zu den allgemeinen Risiken zählen etwaige Wundinfektionen oder Blutungskomplikationen. Die zahnmedizinischen Gefahren können die Funktionalität der Zähne im Nachgang an den Eingriff negativ beeinflussen.

Grundsätzlich ist der untere Weisheitszahn in direkter Nähe zu zwei Gefühlsnerven angesiedelt, die für das Gefühl im Mundraum verantwortlich sind. Der erste Nerv reguliert das Empfinden bzw. die Sensibilität der Unterlippe, des unteren Zahnfleisches und der unteren Zähne. Demgegenüber transportiert der zweite Gefühlsnerv das Gefühl der Zunge. Außerdem vermittelt der Nerv einen Großteil des Geschmacksempfindens. Während der OP können theoretisch diese Regionen verletzt und konstant geschädigt werden. Die Gefühlsstörungen können im Extremfall lebenslang bestehen bleiben.

Analog zu der „Schlupfwinkel – Infektion“ der Weisheitszähne, die schmerzhafte Entzündungen und Abszesse hervortreten lässt, kann die operative Entfernung eines Zahnes zur Ausbildung identischer Symptome führen. Zusätzlich kann die OP Knochen- oder Kieferhöhleninfektionen begünstigen.

Die Regionen im Unterkiefer in die die Weisheitszähne eingelagert sind, gelten als „Schwachstellen“ des menschlichen Kieferknochens. Somit kann, ausgelöst durch den Eingriff, im Extremfall ein Bruch des Kiefers auftreten. Diese Komplikation ist direkt bei der OP möglich oder innerhalb eines Zeitfensters bis zu 4 Wochen nach dem Eingriff.

Hinweis: Ihr Zahnarzt wird Sie zu Ihrem individuellen Risiko im Vorfeld der Behandlung beraten.

Gefahren einer Weisheitszahn OP mit Vollnarkose

Obwohl eine Weisheitszahn OP mit Vollnarkose dem jeweiligen Patienten nahezu immer eine zuverlässig angst- und schmerzfreie Operation garantiert, ist das Verfahren an zahlreiche gesundheitliche Risiken gekoppelt.

weisheitszähne wann rausNarkoseärzte versetzen den Patienten durch die Vollnarkose in ein schlafähnliches Befinden. Im Rahmen einer Weisheitszahn OP mit Vollnarkose injiziert der behandelnde Anästhesist eine Kombination aus muskelerschlaffenden Medikamenten, Schlafmitteln und Schmerzmitteln. Bei Jugendlichen kann bei einer Weisheitszahn OP mit Vollnarkose die Anästhesie mit Hilfe von Narkosegas eingeleitet werden. Als Reaktion auf die Medikamente verliert der Betäubte das Bewusstsein, den Atemantrieb und die Muskelkraft.

Deshalb wird die Beatmung während der Weisheitszahn OP mit Vollnarkose durch eine maschinelle Beatmung bzw. Atemmaske sichergestellt. Diese Unterstützung wird über eine Kehlkopfmaske oder einen Beatmungsschlauch realisiert.

Im Zuge einer Weisheitszahn OP mit Vollnarkose sind die allgemeinen Risiken und Nebenwirkungen der zugehörigen Anästhesie einzukalkulieren. Abhängig von der Platzierung des Beatmungsschlauches sind im Anschluss an den Eingriff Halsschmerzen, Heiserkeit, Zahn- und Stimmbandschädigungen denkbar. Da der narkotisierte Patient keine natürlichen Schutzreflexe ausführen kann, atmet dieser eventuell, getragen von den Narkosemedikamenten, seinen Mageninhalt ein. Dies kann im Extremfall eine Lungenentzündung forcieren. Erbrechen und Übelkeit sind ebenso mögliche Nebenwirkungen einer Weisheitszahn OP mit Vollnarkose.

Hinweis: Prinzipiell sollte eine Weisheitszahn OP mit Vollnarkose nur angestrebt werden, wenn der persönliche Befund massive Komplikationen während des Verfahrens vermuten lässt.


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