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Weisheitszahn OP

In der Regel besteht ein Gebiss aus insgesamt 32 Zähnen. Die Weisheitszähne bilden die letzten Backenzähne und liegen damit an der weitesten Stelle des Kiefers. Es ist der letzte Zahn. Die Wachstumsphase des Weisheitszahnes schließt in der Regel erst im Erwachsenenalter ab, sodass er sich, wenn der Kiefer zu klein ist, nicht richtig entwickeln kann und ganz oder teilweise in der Mundhöhle verbleibt. Man nennt diesen Zustand „retiniert“ (verlagert). Weisheitszähne müssen in solchen Fällen oft operativ entfernt werden.

Weisheitszähne und die gesundheitlichen Folgen

In den meisten Fällen haben die Weisheitszähne aufgrund eines zu kleinen Kiefers kaum Platz, um sich richtig zu entwickeln. Die Folge: Die Zähne können nicht richtig durchbrechen, wachsen schief und „schieben“ die nebenstehenden Zähne nach vorn, sodass es zum Engstand im Frontzahnbereich kommen kann. Weitere Folgen auf Grund des Platzmangels können Entzündungsherde (Zahnfleischentzündung), Schädigung der benachbarten Zähne, Druck der verlagerten Zähne oder Infektionen sein. Mit einer zeitnahen Weisheitszahn OP, solange sich die Wurzeln des Weisheitszahnes noch nicht vollständig entwickelt haben, können insbesondere die Spätfolgen vermieden werden.

Weisheitszahn OP – die präoperative Untersuchung

Bereits nach dem 14. Lebensjahr macht ein Zahnarzt in der Regel in Zuge einer Vorsorgeuntersuchung ein Röntgenbild, um das Vorhandensein und das Wachstum von den Zähnen beurteilen zu können. Stellt dieser einen Platzmangel oder die Verlagerung eines wichtigen Zahnes fest, sollte überlegt werden, die Zähne durch eine Weisheitszahn OP entfernen zu lassen.

Die Weisheitszahn OP sollte nach Möglichkeit bereits in den frühen Jahren erfolgen, da zum einen dieser Zahn weit hinten im Kiefer sitzt und häufig gebogene Wurzel besitzt, die sich fest im Knochen verankern. Zum anderen verlaufen dort die wichtigen Nervenstränge, im Falle des Unterkiefers.

Bevor eine Weisheitszahn OP durchgeführt werden kann, wird der jeweilige Zahnarzt ein Röntgenbild anfertigen, um die Lage bzw. die eventuell vorhandene Entzündungsherde beurteilen zu können. Eventuell muss vorher die Entzündung mittels Antibiotika eingedämmt werden. Weiter führt er dann mit Ihnen in vielen Fällen ein Beratungs- und Risiko-Aufklärungsgespräch durch.

Weisheitszahn OP – Das Aufklärungsgespräch

weisheitszahn opJe nach Wachstumsfortschritt und der Lage des Zahnes muss der jeweilige Behandler beurteilen, in welcher Form die Weisheitszahn OP durchgeführt wird. Es kann zum einen durch eine örtliche Betäubung des umliegenden Behandlungsareals geschehen. Zum anderen kann es sein, dass der Patient in eine hierfür spezialisierte Zahnklinik überwiesen wird und/oder die Weisheitszahn OP unter Vollnarkose durchgeführt werden muss. Bei Patienten unter 18 Jahren übernimmt die Krankenkasse in der Regel die Kosten für die Weisheitszahn OP unter Vollnarkose. Patienten über 18 Jahren benötigen meist ein ärztliches Attest, in dem ihnen bescheinigt wird, dass eine Behandlung unter lokaler Betäubung nicht möglich ist.

Tipp: Klären Sie die Kostenübernahme im Vorfeld mit Ihrer Krankenkasse ab und beraten Sie sich hierzu mit Ihrem Zahnarzt, was die für Sie beste Möglichkeit der Behandlung darstellt.

Weiter können während der Weisheitszahn OP Komplikationen auftreten. Hierzu gehören zum Beispiel:

  • Schwindel oder Übelkeit durch Stress oder Angst
  • Nachblutung im Wundgebiet
  • Beeinträchtigung der Nerven (selten)
  • Schwellung des OP-Gebiets, sodass die Mundöffnung beeinträchtigt wird.
  • Kiefergelenksbeschwerden

Weisheitszahn OP – Vorbereitungsmaßnahmen für den chirurgischen Eingriff

weisheitszahn kommt durchWird ein Termin für die Weisheitszahn OP festgelegt, so können auch Sie als Patient durch das Einhalten einiger Tipps den chirurgischen Eingriff mit vorbereiten:

  • Kleidung: Lockere und bequeme Kleidung. Zur Entspannung kann z.T. sogar eigene Musik mitgebracht werden. Fragen Sie Ihren Zahnarzt.
  • Begleitperson: Die Begleitperson ist nicht nur ein seelischer Beistand für die Weisheitszahn OP und die Begleitung für die Heimreise, sondern erledigt nach dem Eingriff einige Besorgungen, wie das Einlösen von Rezepten, das Anreichen von Cool-Pads, die Unterstützung bei den Mahlzeiten.
  • Diät: Sollte der chirurgische Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt werden, muss der Patient am Vortag des Eingriffs oft eine Diät halten. Das heißt: Mindestens sechs Stunden vor dem Eingriff darf der Patient nichts mehr Essen. Bei einer Weisheitszahn OP in lokaler Betäubung können sich die Patienten dagegen vorher wie gewohnt ernähren.

Nach dem operativen Eingriff

Der Behandler erklärt dem Patienten die Verhaltensregeln nach der Weisheitszahn OP. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Rauchverbot
  • Ruhe: Insbesondere kein Sport in den nächsten sechs bis vierzehn Tagen
  • Mundhygiene: Auch wenn das behandelte Eingriffsgebiet schmerzt und die Mundöffnung eingeschränkt sein kann, dürfen die Patienten die Zähne weiter putzen. Sie können kurzfristig auf weiche Zahnbürsten und antibakterielle Mundspüllösungen (Chlorhexidin, oder Meersalzspüllösungen) umsteigen. Der Zahnarzt wird eine entsprechende Empfehlung aussprechen.

Nach dem operativen Eingriff findet auch ein Nachbehandlungstermin beim jeweiligen Zahnarzt oder Chirurgen statt. Hier überprüft er die Wunde sowie den Operationsgebiet. Nach etwa sieben Tagen werden die Fäden entfernt und die Wunde nochmals gereinigt, gespült und auf ordentliche Wundheilung überprüft.


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